Applikationen

Applikationen auf Baumwolle, sehr kunstfertig von Hand gearbeitet, sind ein Produkt aus der Hmong Tradition. Des Weiteren werden Stickereien angeboten, auch diese von hoher künstlerischer Qualität: In vielen Hmong-Dörfern in der Umgebung von Luang Prabang arbeiten die ganzen Familien täglich, um diese Waren herzustellen.

 

Stickereien

Die unglaublich feinen Kreuzstich-Stickereien faszinieren immer wieder. Tage, Wochen, Monate, die Frauen, gelegentlich auch die Männer, arbeiten sehr lange an den Stücken. Viele bekommen deshalb Probleme mit dem Sehen. So haben wir dieses Jahr Brillen für ein Dorf zur Verfügung gestellt, was große Freude auslöste. Auch hier entstand durch den wachsenden Tourismus weitere Nachfrage, die nun ein Einkommen für viele Familien gewährleistet.

Weberei (Tam)

Das Handweben gehört in Laos zu den traditionellen Kunsthandwerken.
Das Wissen darüber wird nach wie vor von Generation zu Generation weitergegeben. Hochwertige Seide, Baumwolle, Hanf, ein vielfältiges Angebot ist auf Märkten und in Geschäften zu bewundern. Seidenraupenzucht, Baumwoll- und Hanfanbau werden in Laos traditionell betrieben. Durch den wachsenden Tourismus besonders in Vientiane und Luang Prabang entsteht mehr Bedarf, aber auch die einheimische Bevölkerung nutzt das Angebot. So ermöglicht das Weben vielen Familien ein Einkommen.

 

 

Maulbeerbaumrinden-Papier (Tjia Sa)

Die Fasern für die Papiermasse wird aus dem Bast der geschälten Rinde des Maulbeerbaums gewonnen, eine sehr mühevolle und schlecht bezahlte Handarbeit. Die mit Wasser versetzte, Faser-Masse wird in Rahmen geschüttet, mit frischen Blüten versehen und in der Sonne getrocknet. Hauptsächlich Lampen, aber auch viele andere Papierwaren entstehen in mühevoller Handarbeit.

 

Tempeldrucke (Huup Thääm)

Mit den sogenannten Stencils, fein gearbeiteten, aus Sa-Papier ausgeschnittenen Negativ-Vorlagen aus kräftigem Papier werden traditionell Tempelwände, Säulen aber auch Bilder mit getupften Goldornamenten versehen. In einem Tempel in Luang Prabang befindet sich ein von der Unesco gefördertes Kunstprojekt, das Mönche und Novizen einlädt, die alte Kunst der Stencil-Herstellung, aber auch das Aufbringen der Drucke wieder neu zu erlernen. 

 

Netztaschen aus Lianenfaser „Dai Hm Piad“

Netztaschen aus Lianenfaser sind eine sehr aufwändige Handarbeit. Die Herstellung einer Tasche dauert ca. 2 Wochen. Die Liane wird im Dschungel geschnitten, sie kommt häufig vor. Nach der Trocknung wird die Pflanze mehrfach eingeweicht, durch Schlagen und Klopfen wird schließlich die Faser gewonnen. Nach erneuter Trocknung wird sie manuell zu dünnen Fäden verzwirnt, dann beginnt die Knüpfarbeit.Häufig sieht man unterwegs Frauen, die beim Gehen an den feinen Netzen arbeiten. Die Taschen werden vielfach genutzt, beim Sammeln von Früchten im Urwald, Ernten in Feld und Garten, Fischfang und gelegentlich auch als transportabler Käfig für Kleintiere, sie sind unverwüstlich. Für unseren Verkauf in Deutschland kaufen wir diese Taschen direkt in den Khmu-Dörfern. Damit wird ein Anreiz für die Menschen dort geschaffen, diese Tradition weiterzuführen. Man sieht nämlich bereits gelegentlich Taschen, die aus Plastikschnüren geknüpft sind, es wäre schade, wenn das Wissen um diese kleinen Kunstwerke verschwinden würde.

 

Flechtarbeiten aus Bambus

Des Weiteren werden in der Khmu Tradition Körbe, Tische, Tierfallen etc. aus Bambus geflochten. Auch die täglich genutzten Reisbehälter (Dip Khao) und die Kochkörbe für den Reis (Houad) werden von ihnen gefertigt und auf den Märkten angeboten. 

 


Schon bald nach Beginn unserer Arbeit in Laos begannen wir, Kinder und Jugendliche aus besonders schwierigen Verhältnissen in Patenschaften mit Pateneltern aus Deutschland aufzunehmen. Häufig kamen sie durch unsere aufmerksamen Mitarbeiter und Vertrauensleute in Laos zu uns, sei es durch Auffälligkeiten wie Behinderung, existenzielle wirtschaftliche Not, auffallende Begabung u.v.a.m. Gemeinsam wird dann mit ihnen die Möglichkeit einer Unterstützung durch eine Patenschaft geprüft.