Netztaschen aus Lianenfaser „Dai Hm Piad“

Netztaschen aus Lianenfaser sind eine sehr aufwändige Handarbeit. Die Herstellung einer Tasche dauert ca. 2 Wochen. Die Liane wird im Dschungel geschnitten, sie kommt häufig vor. Nach der Trocknung wird die Pflanze mehrfach eingeweicht, durch Schlagen und Klopfen wird schließlich die Faser gewonnen. Nach erneuter Trocknung wird sie manuell zu dünnen Fäden verzwirnt, dann beginnt die Knüpfarbeit.Häufig sieht man unterwegs Frauen, die beim Gehen an den feinen Netzen arbeiten. Die Taschen werden vielfach genutzt, beim Sammeln von Früchten im Urwald, Ernten in Feld und Garten, Fischfang und gelegentlich auch als transportabler Käfig für Kleintiere, sie sind unverwüstlich. Für unseren Verkauf in Deutschland kaufen wir diese Taschen direkt in den Khmu-Dörfern. Damit wird ein Anreiz für die Menschen dort geschaffen, diese Tradition weiterzuführen. Man sieht nämlich bereits gelegentlich Taschen, die aus Plastikschnüren geknüpft sind, es wäre schade, wenn das Wissen um diese kleinen Kunstwerke verschwinden würde.

 

Flechtarbeiten aus Bambus

Des Weiteren werden in der Khmu Tradition Körbe, Tische, Tierfallen etc. aus Bambus geflochten. Auch die täglich genutzten Reisbehälter (Dip Khao) und die Kochkörbe für den Reis (Houad) werden von ihnen gefertigt und auf den Märkten angeboten.